Ernährung bei Gicht

Gicht-Patienten sollten bei Ihrer Ernährung vor allem auf die Vermeidung harnsäurebildender Lebensmittel achten.

Bei einer Gichttherapie geht es vor allem um die Vermeidung harnsäurebildender Lebensmittel. Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen. Die täglich anfallende Harnsäuremenge sollte 500 mg nicht übersteigen.

Bei Gicht vermeiden:

  • Alle Fleisch und Wurstsorten, insbesondere Innereien,
  • Kleine Fische wie Sardinen
  • Hülsenfrüchte und Kohl
  • Alkohol

Die Fettaufnahme sollte weniger als 70 g am Tag betragen, da die bei der Verstoffwechselung entstehenden Ketonkörper die Harnsäureausscheidung hemmen. Deshalb sollten auch strenge Fastenkuren gemieden werden, weil beim dadurch bedingten Fettabbau Ketonkörper anfallen.

Alkohol enthält außer bei hefetrüben Getränken zwar keine Purine, begünstigt aber die Hyperlaktatazidämie und senkt so die Löslichkeitsgrenze der Harnsäure, Natriumurat kristalliert aus. Zudem hemmt Alkohol die Harnsäureausscheidung und stimuliert durch den verstärkten Abbau von Adeninnukleotiden in der Leber die körpereigene Harnsäuresynthese.

Bei Gicht beachten:

  • Den Eiweißbedarf aus Milchprodukten und Eiern decken.
  • Viel Wasser trinken, um die Harnsäureausscheidung zu fördern.

Autor: Redaktion Meine Gesundheit

Stand: 03.12.2014

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