Ohne Medikamente gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen, wer kennt sie nicht? Hier erfahren Sie, welche Hausmittel gegen Kopfschmerzen helfen und wie Sie Kopfweh leicht und effektiv selbst behandeln können - ohne zur Schmerztablette zu greifen.

Ohne Schmerztabletten - Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen, wer kennt sie nicht? Hier erfahren Sie, welche Hausmittel gegen Kopfschmerzen helfen und wie Sie Kopfweh leicht und effektiv selbst behandeln können - ohne zur Schmerztablette zu greifen. Bei Kopfschmerzen greifen wir sehr oft schnell zu einer Schmerztablette. Die Schmerzen lassen sich aber auch mit einer Vielzahl von Hausmitteln effektiv lindern – ganz ohne Nebenwirkungen. ©glisic_albina - Fotolia.com Warum es nicht immer Schmerzmittel sein müssen Wohl jeder kennt Kopfschmerzen, etwa im Rahmen einer Erkältung, stressbedingt oder nach einer ausgedehnten Feier. Am liebsten wollen wir, dass die Schmerzen schnell wieder vergehen oder am besten gar nicht erst entstehen. Da liegt der Griff zu Schmerzmitteln nahe. Die allerdings bergen Risiken – von Nebenwirkungen auf Magen und Nieren oder Blutgerinnung bis hin zu schmerzmittelbedingten chronischen Kopfschmerzen. Da lohnt sich doch der Versuch, es gegen Kopfschmerzen mit nebenwirkungsfreien Hausmitteln zu versuchen. Mit Wasser Kopfschmerzen lindern Schon Pfarrer Kneipp wusste um die heilsame Wirkung des Wassers. Wasseranwendungen haben sich in der Naturheilkunde bei Kopfschmerzen schon lange bewährt. Je nach individueller Vorliebe und Ursache des Kopfschmerzes helfen warme Vollbäder, kalt-warme Teilbäder von Armen und Füßen oder auch ein kühler Guss in den Nacken. Vollbad gegen stressbedingte Kopfschmerzen Alleine der Gedanke an eine Badewanne mit schaumgekröntem Wasser löst bei den meisten Menschen angenehme Gefühle aus. Gibt man noch entspannende Badezusätze wie Lavendel oder Melisse hinzu, lassen insbesondere stressbedingte Kopfschmerzen rasch nach. Auch Rosmarin im Badewasser kann helfen, die Schmerzen zu lindern. Das Küchenkraut fördert die Durchblutung und löst Muskelverspannungen. Das Badewasser sollte dabei etwa 38 Grad Celsius haben und die Badezeit etwa 15, maximal 20 Minuten, betragen. Wechselwarme Teilbäder Wechselwarme Teilbäder helfen unter anderem gut gegen Kopfschmerzen, die durch Verspannungen oder mangelnde Durchblutung verursacht sind. ©britta60 - Fotolia.com Wechselwarme Teilbäder helfen unter anderem gut gegen Kopfschmerzen, die durch Verspannungen oder mangelnde Durchblutung verursacht sind. Für Teilbäder benötigen Sie zwei Gefäße, die groß genug für Arme oder Füße sind. Füllen Sie ein Behältnis mit 38 Grad warmem und das andere mit 18 Grad kaltem Wasser. Für Fußbäder sollte das Wasser bis knapp unter die Kniescheibe reichen, für Armbäder bis kurz über die Ellenbogen. Halten Sie zunächst die Arme oder Füße für 3 bis 5 Minuten in das Gefäß mit warmem Wasser, anschließend geht es für 5 bis 10 Sekunden ins kalte Nass. Wiederholen Sie das dreimal hintereinander. Anschließend Hände und Füße nicht trockenrubbeln. Streifen Sie das Wasser leicht mit den Händen oder einem Tuch ab. Dann ab in warme Socken und einmal durch die Wohnung laufen – jetzt ist die Durchblutung optimal angeregt. Für die Hände eignen sich Wollhandschuhe. Mit diesen ballen Sie nach dem Teilbad Ihre Fäuste mehrmals auf und zu. Nackenguss gegen Kopfschmerzen im Hinterkopf Ein kalter Guss in den Nacken erhöht die Durchblutung des Gehirns und lindert insbesondere Schmerzen im Hinterkopf. Zunächst einmal verengen sich die Blutgefäße durch den Kältereiz. Reflexartig stellt der Körper die Gefäße jedoch in Sekundenschnelle weit, um die Durchblutung des Gehirns zu erhöhen. Selbst kleinste Nerven in Gehirn und Rückenmark werden nun wieder mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt. Häufig verschwinden dadurch Nacken- und Kopfschmerzen. Wohlige Wärme im Nacken gegen Kopfschmerzen Wärme im Nackenbereich wird bei Kopfschmerzen üblicherweise als angenehm empfunden. Geeignete Wärmespender sind Körner-, Heu- oder Kräuterkissen zum Erwärmen sowie warme bzw. heiße Kompressen aus der Apotheke. Auch ein Föhn kann helfen, Kopfschmerzen zu verringern. Durch die Nackenwärme weiten sich die gehirnversorgenden Blutgefäße und die Kopfdurchblutung verbessert sich, die Blutversorgung steigt und Kopfschmerzen lassen nach. Bei einigen Kopfschmerzformen kann Wärme die Beschwerden jedoch verschlimmern. Da sind eher Kälteanwendungen von Nutzen. Kältereize gegen Migräne und Clusterkopfschmerzen Insbesondere bei Migräne und dem sogenannten Clusterkopfschmerz wird Kälte oftmals hilfreicher als Wärme empfunden. Legen Sie einfach eine spezielle Kältekompresse aus der Apotheke oder dem Sanitätshaus in den Nacken oder versuchen Sie es mit einem Eistuch. Das Eistuch präparieren Sie einfach selbst: Setzen Sie zunächst eine Salzlösung aus 1 Liter kaltem Wasser, einem Schuss einfachen Haushalts-Essig (keine Essigessenz) und einem guten Esslöffel Kochsalz an. Legen Sie zwei Tücher aus Baumwolle oder Frottee bereit. Tauchen Sie nun ein Tuch in die Lösung und wringen Sie es anschließend aus. Danach legen Sie es für etwa 20 Minuten ins Gefrierfach. Kurz bevor die 20 Minuten um sind, wiederholen Sie den Vorgang mit dem 2. Tuch. Im Austausch mit dem kalten Tuch kommt das andere in die Kühlung. Legen Sie das kalte Tuch in den Nacken. Sobald es Körperwärme annimmt (etwa nach 20 Minuten) nehmen Sie das 2. Tuch aus der Kühlung und legen sich dieses in den Nacken. Oft sind die Kopfschmerzen verschwunden, wenn beide Tücher einmal verwendet sind. Trinkmenge erhöhen Es klingt fast zu einfach: Manchmal helfen schon ein paar Schluck Flüssigkeit gegen Kopfschmerzen.  Häufig entstehen Kopfschmerzen, wenn wir zu wenig getrunken haben. Das ist auch plausibel. Durch den Flüssigkeitsmangel verdickt das Blut und die Sauerstoff-Versorgung der kleinsten Hirnnerven gerät in Gefahr. Werden die Nerven nicht mehr ausreichend versorgt folgen Kopfschmerzen. Trinken Sie daher möglichst 2 Liter Flüssigkeit pro Tag. Geeignete Durstlöscher sind magnesiumreiches Mineralwasser und Kräutertee. Kräutertees gegen Kopfschmerzen Eine Tasse frisch gebrühter Tee mit ausgesuchten Kräutern kann bei beginnenden oder akuten Kopfschmerzen Linderung verschaffen. Zu Beginn von aufziehenden Kopfschmerzen eignen sich Wacholderbeeren, um den Schmerz gar nicht erst richtig durchbrechen zu lassen. Übergießen Sie 1 Teelöffel getrocknete Wacholderbeeren mit 150 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Auch getrocknete Hibiskusblütenblätter können einen Anflug von Kopfschmerzen stoppen. Hierfür übergießen Sie die Blüten mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser. Anschließend 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Konnten Sie die Kopfschmerzen nicht rechtzeitig aufhalten, helfen Rosenblütenblätter, den Schmerz schneller abklingen zu lassen. Die ätherischen Öle wirken entspannend und entkrampfend. Übergießen Sie 1 Teelöffel getrocknete Rosenblüten oder 1 Handvoll frische (nicht gespritzte) Blütenblätter mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und Schluck für Schluck langsam genießen. Weitere geeignete Heilkräuter für Teezubereitungen bei Kopfschmerzen sind Weidenrinde, Melisse, Mädesüß, Lindenblüten, Rosmarin, Petersilie, Kümmel, Pestwurz, Holunder, Lavendel, Waldmeister, Schafgarbe und Schlüsselblume. Beachten Sie dabei, dass Wurzeln, Rinde und harte Stiele/Blätter mit kochendem Wasser überbrüht werden. Feine Blüten und Blätter gießen Sie bitte mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser, auf. So entfalten die ätherischen Öle und andere Inhaltsstoffe der Heilpflanzen ihre Wirkung am besten. Weitere Hinweise zu Wirkweisen und Anwendungsmöglichkeiten der Medizin aus der Natur finden Sie in den umfassenden Heilpflanzen-Porträts. Espresso mit Zitrone Viele Menschen mit Kopfschmerzen schwören auf eine Tasse Espresso oder einen starken Kaffee mit dem Saft einer halben Zitrone. Und das ist gar nicht so verwunderlich. Koffein ist ein beliebter Wirkstoff in Kopfschmerztabletten. Das hat folgenden Grund: Koffein hemmt die Bildung eines Enzyms, das für die Freisetzung der sogenannten Prostaglandine verantwortlich ist. Prostaglandine sind Botenstoffe und vermitteln unter anderem Schmerzen. Wird die Freisetzung von Prostaglandinen blockiert, nehmen wir Schmerz vermindert und weniger stark wahr. Der Zitronensaft regt die Durchblutung an und unterstützt so die körpereigene Schmerzminderung. Ingwer gegen Kopfschmerzen Ingwer, Zimt, Vanille und Eukalyptus – Gewürze und Heilpflanzen sind bestens geeignet, um Kopfschmerzen ohne Schmerztabletten zu behandeln. ©scgonsalves - Fotolia.com Ingwer findet sich heute in fast jeder Küche. Auch in der Medizin, insbesondere bei Übelkeit und in der Reisemedizin, hat sich die Wurzel fest etabliert. Weniger bekannt ist, dass die scharfe Knolle auch bei Kopfschmerzen hilft. Diese Wirkung verdankt der Ingwer entzündungshemmenden, entspannenden und schmerzstillenden Inhaltsstoffen. Mehr über die Wirkweise lesen Sie im Heilpflanzenporträt Ingwer. Bei akutem Kopfweh können Sie einfach eine Scheibe geschälten Ingwers kauen. Wenn Ihnen das zu scharf ist, helfen auch geriebener Ingwer mit Orangensaft oder Ingwertee mit Honig. Für den Tee zerkleinern Sie ein kleinfingerkuppen-großes Stück Ingwer grob und übergießen es mit 150 ml kochendem Wasser, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und nach Belieben mit etwas Honig gesüßt trinken. Ingwerpaste Ingwer können Sie auch als Ingwerpaste auf die Stirn auftragen. Das hilft insbesondere, wenn Kopfschmerzen bei einem Schnupfen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung auftreten. Zur Herstellung der Ingwerpaste reiben Sie einen Teelöffel frischen Ingwer und vermischen ihn mit 1 bis 2 gemahlenen Nelken (oder einer Messerspitze Nelkenpulver). Diese Paste tragen Sie auf die Stirn auf und lassen sie etwa 15 Minuten einwirken. Mit lauwarmen Wasser abwaschen und anschließend noch einmal 10 bis 15 Minuten ruhen. Eine gerötete Stirn ist danach ganz normal und kein Grund zur Besorgnis. Vielmehr sehen Sie so das Ergebnis der gesteigerten Durchblutung, die den Kopfschmerz lindern sollte. Vanille gegen Kopfschmerzen Schon die alten Ägypter erkannten, dass Vanille Kopfschmerzen lindern kann – und zwar dreimal stärker als die üblicherweise verwendete Heilpflanze Kurkuma (Gelbwurz). Was damals nicht erklärt werden konnte, wissen wir heute. Natürliche Vanille enthält Eugenol, ein ätherisches Öl, dem tatsächlich eine schmerzlindernde und blutgefäßerweiternde Wirkung nachgesagt wird. Gegen Kopfschmerzen können Sie natürliches Vanilleöl ohne Zusatzstoffe in Duftlampen erwärmen und mit der Raumluft einatmen (nicht in der Nähe von Babys oder Kleinkindern). Oder aber Sie mischen 1 Teelöffel natürliches Vanilleextrakt mit einem Glas (200 ml) Wasser und trinken diese Mischung langsam und in kleinen Schlucken. Zimt Eine Zimtbrei-Auflage auf der Stirn wird von vielen Kopfschmerzpatienten als angenehm empfunden. Vermischen Sie dafür 1 Teelöffel naturreinen gemahlenen Zimt ohne Zusatzstoffe mit etwas Wasser so, dass eine breiige, weiche Masse entsteht. Diese streichen Sie im Liegen auf die Stirn. 15 Minuten einwirken lassen, danach abwaschen. Bei den meisten Menschen lassen die Kopfschmerzen durch die entspannende und kühlende Wirkung der Zimtbrei-Auflage deutlich nach. Pfefferminzöl Natürliches Pfefferminzöl hilft vor allem bei Spannungskopfschmerzen. Massieren Sie dafür naturreines Öl über beide Schläfen und auf der Stirn in kreisenden Bewegungen etwa 2 bis 3 Minuten leicht ein (keinesfalls für Babys und Kleinkinder geeignet). So werden weniger Schmerzsignale in das Gehirn weitergeleitet. Und Kopfschmerzen weniger stark wahrgenommen. Akupressur gegen Kopfschmerzen Selbstmassagen in Form von Akupressur oder Gesichtsgymnastik sind geeignete Alternativen zu Kopfschmerzmitteln, Entspannungsübungen auch. ©Photographee.eu - Fotolia.com Akupressur ist eine Art Druckmassage, die mit den Fingerspitzen ausgeführt wird. Über Akupunkturpunkte soll ein etwaiger negativer Energiefluss ausgeglichen werden. Bei Kopfschmerzen im Stirnbereich beispielsweise kann der Punkt Hsi-san helfen. Er liegt jeweils links und rechts der Schläfe etwa einen Fingerbreit neben der Augenbraue. Lassen Sie gleichzeitig Ihre Finger mit leichtem Druck um beide Punkte etwa 1 bis 3 Minuten kreisen. Die Augen bitte zuvor schließen. Weitere typische Akupressurpunkte gegen Kopfschmerzen befinden sich in der Mitte des Nasenrückens und am höchsten Punkt der rechten und linken Augenbraue. Bei akuten Kopfschmerzen pressen Sie mit Ihrem Daumen und Zeigefinger für etwa 30 Sekunden die Mitte des Nasenrückens. Die beiden Schmerzpunkte über den Brauen massieren Sie bitte 1 bis 3 Minuten mit sanftem Druck in leicht kreisenden Bewegungen. Bei seitlichen und einseitigen Kopfschmerzen kann eine Ohrläppchen-Akupressur helfen, die Schmerzen zu vertreiben. Massieren Sie dafür ein oder beide Ohrläppchen (je nach einseitigem oder beidseitigem Kopfschmerz) mittelkräftig zwischen Daumen und Zeigefinger. Unterstützend können Sie auch leicht in die Vertiefung hinter dem Ohr drücken. Entspannungsmethoden Nicht selten haben Kopfschmerzen spannungsbedingte Ursachen. Dabei ist es egal, ob wir emotional angespannt sind oder sich die Muskulatur durch eine Körperfehlhaltung verspannt hat. Mit bewussten Entspannungsverfahren lösen sich Verspannungen und Kopfschmerzen verschwinden. Geeignete Methoden sind Autogenes Training, Biofeedback, Fantasiereisen, Pilates, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Qigong oder Yoga. Entsprechende Kurse werden unter anderem von Krankenkassen, Volkshochschulen oder Sportvereinen bzw. Fitnesscentern angeboten. Gesichtsgymnastik – Grimassen gegen Kopfschmerzen Diese Form der Selbsthilfe sollten Sie vielleicht eher anwenden, wenn Sie alleine sind. Im Büro beispielsweise könnte Grimassieren leicht befremdlich wirken. Ansonsten aber ist Gesichtsgymnastik eine wirksame Hilfe, wenn sich Kopfweh ankündigt. Dafür zerknautschen Sie Ihr Gesicht in jede mögliche Richtung: Falten provozieren, Augen zukneifen oder aufreißen, Stirnrollen, Lippen gegeneinander pressen – alle Bewegungen sind erlaubt. Je vielfältiger und kreativer Sie sind, umso effektiver begegnen Sie der Schmerz-Anflutung. Welche Grimassen auch immer Sie schneiden: jeweils eine Gesichtspartie für etwa 5 bis 8 Sekunden anspannen und anschließend 5 Sekunden lockerlassen – das jeweils zehnmal wiederholen. Beginnen Sie oben an der Stirn, machen Sie mit den Augen weiter, dann Wangen, Ohren, Nase, Mund und Kinn sowie Hals und Nacken. Abschließend ziehen Sie noch die Schultern fest nach oben und lassen diese wieder fallen. Oft können Sie mit dieser Gesichtsakrobatik bewirken, dass sich Kopfschmerzen gar nicht erst festsetzen. Sport und Bewegung Insbesondere Menschen, die häufig Kopfschmerzen haben oder an Migräne leiden, sollten den lästigen Schmerzen schon vorbeugend etwas entgegensetzen. Mit regelmäßiger Bewegung und sportlicher Betätigung, möglichst an der frischen Luft, können Sie Kopfschmerzattacken verringern. Dafür reicht es aus, wenn Sie sich dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten aufs Rad schwingen, walken, joggen oder schwimmen. Damit beugen Sie übrigens nicht nur Kopfschmerzen vor, vielmehr profitiert der gesamte Organismus, insbesondere das Herz-Kreislaufsystem, von regelmäßiger Körperaktivität. Gesunde Menschen können langsam mit dem Training beginnen und Zeit sowie zurückgelegte Strecke stetig steigern. Bei Vorerkrankungen wie beispielsweise Herzschwäche, Diabetes, Adipositas, Osteoporose oder Bluthochdruck sollte vor Trainingsbeginn ein Arzt befragt werden. Mitunter müssen Medikamente angepasst oder umgestellt werden. Ebenso können Sie besprechen, welche Sportart für Sie am geeignetsten ist. Das Leben genießen Zum Schluss sei noch gesagt, dass auch ein genussvolles Leben Kopfschmerzen verhindern kann. Nehmen Sie sich öfter mal Zeit und lehnen Sie sich ab und an zurück. Geben Sie auf Ihren Körper acht und lassen Sie sich ab und an verwöhnen. Stecken Sie die Erwartungen an sich selbst nicht zu hoch und lassen auch mal Fünfe grade sein. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gibt noch weitere Tipps, damit Kopfschmerzen gar nicht erst entstehen: Sagen Sie nicht immer „Ja“. Üben Sie auch, mal Nein zu sagen. Sie müssen nicht immer allen Erwartungen gerecht werden. Nobody is perfect – und das ist gut so. Auch Sie können und müssen nicht alles in absoluter Perfektion beherrschen. Planen Sie Ihren Tag – und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Planen Sie unbedingt Pausen bzw. Leerzeiten ein. Überfordern Sie sich nicht. Nicht alles muss jetzt und sofort erledigt werden. Genießen Sie Ihr Leben!

Autor: Charly Kahle

Stand: 26.01.2016

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