WHO: Zahl der Malaria-Opfer deutlich gesunken

Im vergangenen Jahr erlagen 430.000 Menschen der Infektion. Nach Angaben der WHO stirbt noch immer alle 2 Minuten ein Kind an Malaria.

Die Zahl der Malaria-Toten ist innerhalb von 5 Jahren um nahezu 30 Prozent zurückgegangen. Wie die Weltgesundheitsorganisation in ihrem Malaria-Report mitteilt, sind im vergangenen Jahr aber immer noch 430.000 Menschen an Malaria gestorben. Die meisten der Opfer sind Kinder im Alter von weniger als 5 Jahren. Alle 2 Minuten stirbt demnach ein Kind an den Folgen der tropischen Infektionskrankheit. Malaria wird von Anopheles-Stechmücken übertragen. Mittel für weitere Erfolge gegen Malaria werden knapp Auch wenn Kinder nach wie vor besonders stark von Malaria betroffen sind, hat sich nach Angaben der WHO insbesondere die Situation von Frauen und Kindern deutlich verbessert. Als lebensrettend erwiesen habe sich einerseits die frühe Diagnose und Therapie von Malaria bei Neugeborenen und Kleinkindern. Andererseits hätten viele Infektionen durch die vorbeugende Behandlung der werdenden Mütter mit Sulfadoxin-Pyrimethamin verhindert werden können. Die Zahl der Neuerkrankungen habe um 21 Prozent gesenkt werden können. Wesentlich dazu beigetragen hat nach Angaben der WHO, dass inzwischen immer mehr Menschen in den Risikogebieten südlich der Sahara über Moskitonetze verfügen, die mit Insektenschutzmitteln imprägniert sind. Bei der Vorstellung des Malaria-Reportes warnte die WHO aber auch vor Rückschlägen. So fehle es an finanziellen Mitteln, um die Anti-Malaria-Programme nachhaltig auszustatten. Resistente Malaria-Erreger am Mekong In Myanmar, Laos und Kambodscha und zwei weiteren südostasiatischen Ländern am Mekong habe der Malariaerreger Resistenzen gegen den Wirkstoff Artemisinin entwickelt. Man gehe davon aus, diese Resistenzen früher oder später im Hautverbreitungsgebiet Afrika zu finden. Anstieg der Malariafälle in Deutschland In Deutschland ist die Zahl der Malariafälle auf eine Rekordzahl gestiegen. Im vergangenen Jahr registrierte das Robert-Koch-Institut fast 1.100 Fälle. Experten vermuten, dass die ungewöhnlich hohe Zahl vor allem durch die steigende Mobilität der Bevölkerung und die vermehrte Einwanderung aus afrikanischen Ländern bedingt ist.

Autor:

Charly Kahle

Stand: 20.12.2016
Erstellung:
Charly Kahle | 20.12.2016
Letzte Überarbeitung:
Charly Kahle | 20.12.2016
Quellen:
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